Diskussion über diese Post

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Avatar von Juli

Es gibt Kontexte, in denen Triggerwarnungen total sinnvoll sind: Wenn die Inhalte speziell für Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung, PTSD usw. gedacht sind oder sie Teil der Zielgruppe sind. Denn dann kann der Inhalt Flashbacks auslösen, die für die Betroffenen sehr schlimm sind. Und da geht es tatsächlich weniger um "bereite dich vor" und mehr um "bist du aktuell in der Verfassung und stabil genug, das aushalten zu können? Wenn nicht, dann überspring diesen Teil". In diesen Kontexten wird dann auch zB die Hand gehoben, so dass man so lange die Ohren zuhalten oder den Ton ausmachen kann, oder es wird gesagt, zu welcher Stelle im Video man springen kann, um den triggernden Inhalt zu vermeiden.

Trotzdem ein spannender Text. Danke. Anbieten von Lösungen und Handlungsanweisungen klingt auf jeden Fall gut. Ich kann mir auch vorstellen, dass man vor Beginn des triggernden Inhalts gemeinsam ein paar tiefe Atemzüge nimmt, oder ähnliche stabilisierende Achtsamkeitsübungen.

Avatar von Silver Mary

Deine Argumente sind für mich alle schlüssig. Was mir fehlt ist der Aspekt, dass mir als Betroffene einen Triggerwarnung die Freiheit gibt selbst zu wählen ob ich mich mit dem Thema konfrontieren möchte oder nicht. Wie auch immer das dann psychologisch Vermeidung oder Antizipation auslöst ist mir erstmal egal. Ich finde es moralisch nicht ok Menschen mit Traumata in ihre Trigger rennen zu lassen.

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